Neuer Ärger um Euro-Münzgeld / HDE beklagt "sehr, sehr großes Ärgernis" - DER SPIEGEL
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Neuer Ärger um Euro-Münzgeld / HDE beklagt "sehr, sehr großes Ärgernis"

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Eine neue Vorschrift der Bundesbank zum Umtausch von Euro-Münzgeld bringt laut Nachrichten-Magazin DERSPIEGEL den deutschen Einzelhandel auf die Barrikaden. Das Papier unter dem Titel "Einführung einer Richtlinie für die Fertigung von Münzrollen in Folienpackungen im Kassenverkehr der Deutschen Bundesbank" führe dazu, dass die Kosten für den Umtausch enorm angestiegen seien und von den Banken nun an ihre Kunden weitergereicht würden. Zum Teil würden pro 100 Euro Kleingeld nun Gebühren von 1,50 Euro fällig - für den Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) "ein sehr, sehr großes Ärgernis". HDE-Bargeldexpertin Kathrin Andrae zum SPIEGEL:"Die neuen Belastungen schmälern die ohnehin schon spärlichen Renditen noch einmal."

Am Montag kommen laut SPIEGEL HDE-Experten zusammen, um über geeignete Maßnahmen zu beraten. Auch Gespräche mit den Banken seien geplant. Zudem befasst sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Ärger. Volker Wissing, FDP-Mitglied in dem Gremium: "Es kann doch wohl nicht sein, dass die Bundesbank den Einzelhandel auffordert, mehr Kleingeld zu akzeptieren, um die Münzknappheit zu bekämpfen, gleichzeitig aber die Münzhaltung für die Geschäfte drastisch verteuert." Die Bundesbank selbst rechtfertigt ihre neue Verpackungsvorschrift mit der Notwendigkeit europäischer Harmonisierung.