Eklat um NOK-Entscheidung gegen Tennisspielerinnen - DER SPIEGEL
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Eklat um NOK-Entscheidung gegen Tennisspielerinnen

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Klaus Steinbach, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), begeht nach Ansicht der Frauentennis-Organisation WTA Vertragsbruch, sollte er bei der Nicht-Nominierung der beiden deutschen Profispielerinnen Anca Barna und Marlene Weingärtner für Athen bleiben. Zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee, der WTA und dem Internationalen Tennisverband existiert ein Vertrag, wonach sich die ersten 56 Spielerinnen der Weltrangliste direkt für das olympische Turnier qualifizieren. Barna und Weingärtner lagen am Stichtag, dem 15. Juli, auf Position 46 und 52. Das NOK pocht aber auf seine eigene Nominierungsrichtlinie: Nach Griechenland darf nur, wer vorher das Viertelfinale eines Grand-Slam- oder das Finale eines Top-Turniers erreicht. „Herr Steinbach stellt sich über das Gesetz“, klagt WTA-Chef Larry Scott. Das deutsche NOK sei das weltweit einzige NOK, das den Vertrag nicht erfülle. Als „verrückt und absurd“ bezeichnet Marlene Weingärtner das NOK-Kriterium: „Wir haben keine Top-Ten-Spielerin mehr, aber die Olympianorm ist so hoch wie nie.“ Sollte das NOK bei seiner Entscheidung bleiben, sagt Scott, sei der Vertrag hinfällig. Ein Boykott sei nicht geplant, jedoch werde die WTA in Athen wohl keine Weltranglistenpunkte vergeben. Dann aber, warnt Scott, „bleiben die Stars lieber zu Hause“.