Einzelhandel droht mit Arbeitsplatzabbau wegen neuer Kennzeichnungspflicht
Mit dem massiven Abbau von Arbeitsplätzen droht der Einzelhandel für den Fall, dass Verbraucherschutzministerin Renate Künast eine neue Kennzeichnungspflicht für frische Lebensmittel einführt. Nach den Plänen der Ministerin soll der Handel demnächst auch sämtliche Zutaten in Wurst, Käse, Brot und anderen Frischwaren angeben, die an Bedientheken in Supermärkten und Fachgeschäften verkauft werden. „Dadurch wären bis zu 100000 Jobs bedroht“, glaubt Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). Sollte die Kennzeichnungspflicht tatsächlich kommen, würden viele Geschäfte ihre Bedientheken wegen der hohen Nebenkosten schließen, so Pellengahr. Dadurch würden nicht nur die Beschäftigten ihre Arbeit verlieren, auch das Angebot für die Kunden werde erheblich eingeschränkt. Pellengahr:„Dann gibt es nur noch abgepackte Plastikware.“