Durch Ratenzahlung der „La Belle“-Entschädigung will Lybien sich politischen Einfluss sichern - DER SPIEGEL
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Durch Ratenzahlung der „La Belle“-Entschädigung will Lybien sich politischen Einfluss sichern

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Libyen will die Entschädigung der Opfer des „La Belle“-Anschlags hinauszögern, um sich so eine Einflussmöglichkeit auf die politische Wiederannäherung mit der Europäischen Union offen zu halten. In dem „Memorandum of Understanding“, das die Stiftung des Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi vergangene Woche mit den Opfer-Anwälten aushandelte, bestanden die Libyer darauf, die 35 Millionen Dollar in drei Raten auszuzahlen. Mit der Unterzeichnung des Vertrags am 3. September in Tripolis sollen die ersten 15 Millionen Dollar überwiesen werden, Anfang Dezember wird danach die gleiche Summe folgen, und erst im März nächsten Jahres will das Regime dann die restlichen fünf Millionen Dollar begleichen. Mit der Summe betreibt Gaddafi Wiedergutmachung für den Anschlag auf die West-Berliner Diskothek „La Belle“ 1986, bei dem 3 Personen getötet und mehr als 200 verletzt wurden. Die EU hatte die volle Mitgliedschaft Libyens in ihrer „Mittelmeerpartnerschaft“ an die ausstehende Entschädigung gekoppelt. Bundeskanzler Gerhard Schröder will nun nach der Einigung in die libysche Hauptstadt reisen.