Behörden waren schon früh über Islamkongress informiert
Den Polizeibehörden ist im Zusammenhang mit dem geplanten Islamkongress in Berlin ein Lapsus unterlaufen. Bereits im Mai hatte sich die Ehefrau des Cheforganisators Fadi Madi an die Landespolizeidirektion Stuttgart gewandt und die Beamten über das Vorhaben informiert. Dabei sei auch über die radikalen Inhalte der Veranstaltung gesprochen worden. Die baden-württembergischen Staatsschützer meldeten den Vorgang nach Berlin. Innenminister Otto Schily (SPD) hatte von dem umstrittenen Kongress erst durch einen Protestbrief des Simon Wiesenthal Center erfahren und anschließend gefordert, die Veranstaltung zu verbieten. Madi soll laut der Ehefrau früher Kontakte zur Hisbollah und später zur Syrischen Sozialistischen Nationalen Partei unterhalten haben. Die Polizei ist mittlerweile entschlossen, die Veranstaltung zu verbieten.