Mangel an Fluggerät bedroht Einsatz der Afghanistan-Friedenstruppe - DER SPIEGEL
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Mangel an Fluggerät bedroht Einsatz der Afghanistan-Friedenstruppe

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die deutschen Wiederaufbauteams im Nordosten Afghanistans können im Notfall nur bedingt auf den Beistand einer neuen Nato-Eingreiftruppe hoffen. Die Allianz hat in Kabul zwar begonnen, die bisher 8000 Soldaten starke Isaf-Friedenstruppe zu verstärken. Im Vorfeld der für den 9. Oktober geplanten Präsidentenwahl werden etwa 2o00 zusätzliche Soldaten, überwiegend aus Italien und Spanien, als Eingreifreserve bereitstehen. Aber es ist höchst fraglich, ob die „Quick Reaction Force“ im Ernstfall schnell genug an Brennpunkte verlegt werden kann. Der Grund: Es gibt nicht genügend Hubschrauber und Transportflugzeuge. Speziell für den unwegsamen Norden Afghanistans sei der Mangel an Fluggerät ein „kritischer Punkt“, warnen Spitzenmilitärs in der Brüsseler Nato-Zentrale. Das deutsche Camp in Kundus, wo derzeit gut 200 Soldaten dienen, ist rund 250 Kilometer Luftlinie von Kabul entfernt. Der mit etwa 80 Mann besetzte Außenposten in Faizabad, den Verteidigungsminister Peter Struck am kommenden Wochenende inspizieren will, liegt noch einmal 160 Kilometer (Fahrzeit: 15 Stunden) weiter nordöstlich.