Babcock Borsig fordert von HDW 524 Millionen Euro - DER SPIEGEL
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Babcock Borsig fordert von HDW 524 Millionen Euro

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Der Insolvenzverwalter des Pleite gegangenen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig, Helmut Schmitz, verlangt von der Kieler HDW-Werft gut eine halbe Milliarde Euro zurück. Am 8. September hat Schmitz mit Hilfe der Anwaltskanzlei Lovells eine Forderung über 524 Millionen Euro gegen die einstige Babcock-Tochter geltend gemacht. Grundlage ist ein Gutachten des Bochumer Juristen Uwe Hüffer. Der kommt zu dem Schluss, dass sich HDW beim Verkauf der 50-prozentigen Babcock-Anteile an den US-Finanzinvestor OEP in unzulässiger Weise selbst bezahlt hat. Ende der neunziger Jahre hatte die Kieler Werft Darlehen in Höhe von insgesamt 524 Millionen Euro an die finanziell angeschlagene Mutter gegeben. Beim Einstieg der Amerikaner in die Werft hatte OEP die Schulden der Babcock bei der Tochter mit übernommen. HDW hatte dem zugestimmt - ein Fehler, wie Hüffer meint. Denn die Kieler hätten damit ihr Eigenkapital gefährdet, was jetzt insolvenzrechtlich die Forderung von Babcock begründet. Sollte sich HDW nicht mit dem einstigen Mutterunternehmen einigen, droht Schmitz mit einer Klage.