Bahn wird WM-Sponsor
Das Organisationskomitee der Fußballweltmeisterschaft 2006 (OK) um Präsident Franz Beckenbauer hat endlich den sechsten und damit letzten nationalen Sponsor gefunden. Nach rund zwei Jahre andauernden, teilweise zähen Verhandlungen soll bis Ende November ein unterschriftsreifer Vertrag mit der Bahn vorliegen. „Die Bahn ist der geborene Partner für uns“, heißt es bei den WM-Machern, „sowohl was den Transport als auch was den Umweltaspekt betrifft“. Unklar ist noch, wie viele Millionen das WM-Engagement das angeschlagene Transportunternehmen kosten wird. Von Barzahlungen bis zu sechs Millionen Euro war zwischenzeitlich die Rede. Den Rest des normalerweise 12,9 Millionen Euro umfassenden Sponsoringpaketes soll das Staatsunternehmen in Sachleistungen erbringen, beispielsweise durch den kostenlosen Transport von Journalisten und das Öffnen der Bahnhöfe für WM-Veranstaltungen. Insider vermuten, dass zuletzt auch die Politik Bahnchef Hartmut Mehdorn zu einem Engagement bei der Weltmeisterschaft gedrängt hat.