„Deutschland sucht den Superstar“-Erfinder Simon Fuller scheitert mit Verkauf seiner Firma an Bertelsmann - DER SPIEGEL
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„Deutschland sucht den Superstar“-Erfinder Simon Fuller scheitert mit Verkauf seiner Firma an Bertelsmann

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Der britische Erfinder von „Deutschland sucht den Superstar“, Simon Fuller, und Bertelsmann liefern sich einen Kleinkrieg um die weltweit erfolgreichste Fernseh-Show. Hintergrund ist der bislang geheim gehaltene Versuch, Fullers Firma 19 an Bertelsmann zu verkaufen. 19 hält die Rechte an der in 22 Ländern laufenden Casting-Show, die bislang rund eine Milliarde Euro eingespielt hat. Sowohl dem Musikriesen BMG als auch der RTLGroup wurde eine Übernahme von Fullers Unternehmen angeboten. Die beidenBertelsmann-Firmen sind eng mit der Auswertung der international unter dem Titel „Idols“ laufenden Show verbunden: BMG ist weltweit für die Plattenverträge zuständig, die RTL-Group-Tochter FremantleMedia für die Produktion und den Verkauf der Senderechte. „Wir haben 19 auf den Markt gebracht und dabei auch Bertelsmann zu Verhandlungen eingeladen“, bestätigt Patrick McKenna, Chairman der 19 Group. Der Konzern habe „großes Interesse“ an der Übernahme geäußert, aber in letzter Sekunde „aus heiterem Himmel“ zurückgezogen. Vor wenigen Wochen startete nun in England mit viel Medienrummel ein neues TV-Format unter Beteiligung von BMG und Fremantle, das „Idols“ sehr ähnelt. Bei 19 hält man dies für keinen Zufall:Offenbar habe Bertelsmann sich für Kopieren statt Kaufen entschieden. Fuller hat BMG und Fremantle inzwischen in England wegen Vertragsbruchs verklagt, im Erfolgsfall will er Produzent und Plattenfirma sofort wechseln. Mit Universal Music stehe ein Interessent schon bereit. Bertelsmann hält den Prozess jedoch für chancenlos, sieht aber ebenfalls den gescheiterten Verkauf als Grund für den Streit: Ein Kauf sei wegen eines viel zu hohen Preises nie ernsthaft erwogen worden, jetzt versuche Fuller wohl seine Firma durch den Prozess in eine bessere Position zu bringen. Laut McKenna liegen alle Verkaufsverhandlungen für 19 derzeit „auf Eis“.