Milliardenschweres Sanierungsprogramm bei der Deka
Der Vorstand der DekaBank schlägt seinen Verwaltungsratsmitgliedern für deren Sitzung am Mittwoch ein milliardenschweres Sanierungsprogramm für seinen Deka- ImmobilienFonds vor. Für jeweils maximal eine Milliarde Euro sollen die Landesbanken sowie die Beteiligungsgesellschaft des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes DSGV Anteilscheine des Deka-ImmobilienFonds übernehmen, die enttäuschte Sparkassenkunden zurückgeben. Auch die DekaBank selbst will zusammen mit ihren Fondsanteilen in Höhe von 200 Millionen Euro, die sie bereits in ihren Büchern hat, insgesamt Anteile in Höhe von einer Milliarde Euro aufnehmen. So soll die Liquidität in dem Fonds erhalten bleiben. Zuvor hatten die Bankaufseher von der BaFin einer Überschreitung der Großkreditgrenze bei der DekaBank in Höhe von 500 Millionen Euro zugestimmt, um die Liquidität des Immobilienfonds zu sichern. Die krasse Schieflage des offenen Immobilienfonds des Sparkassenablegers Deka ist kein Einzelfall. Bereits Ende März musste die Allianz Degi-Fonds mit einer Infusion in Milliardenhöhe sanieren. Innerhalb von nur sechs Monaten hatten die Kunden 1,34 Milliarden Euro aus dem renditeschwachen Grundwert-Fonds der Deutschen Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi) abgezogen. Um einen Liquiditätsengpass zu verhindern, pumpte die Mutter Allianz zusammen mit externen Banken wie etwa die Eurohypo neue Kredite von rund einer Milliarde Euro in den Fonds. Zusätzlich musste er in den vergangenen Monaten 71 von 140 vorwiegend deutschen Immobilien im Wert von 1,986 Milliarden verkaufen. "Ein Großteil wurde von Konzerngesellschaften der Allianz Group übernommen", bestätigt ein Degi-Sprecher die kurz vor dem Abschluss stehende Sanierung.