ProSiebenSat.1-Boss rüffelt Senderchef Schawinski - DER SPIEGEL
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ProSiebenSat.1-Boss rüffelt Senderchef Schawinski

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Nach der Serie von gefloppten Sat.1-Formaten wie "Anke Late Night", "Klatsch TV" und "Kämpf um deine Frau!" hat der Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat.1 Media AG, Guillaume de Posch, Spekulationen widersprochen, die Position von Sat.1- Chef Roger Schawinski stehe zur Disposition: "Ich stehe einhundertprozentig zu Roger Schawinski", so de Posch zum SPIEGEL. Gleichzeitig rüffelte er den Sat.1-Chef aber für dessen massives Marketing in einiger Sache: "Manches hat er vielleicht ein bisschen überverkauft, aber das ist eben sein Stil." Es gebe, so de Posch, bei Sat.1 weiterhin "einige Baustellen wie 'Kämpf um deine Frau!'", aber daran werde man "kollegial und gemeinsam arbeiten". Das Ende der Engelke-Show werde wirtschaftlich "keinen bedeutenden negativen Einfluss auf das Sat.1-Ergebnis haben", so de Posch weiter, man habe sich mit "Anke Engelke und Brainpool einvernehmlich geeinigt". "Wir werden schon im nächsten Monat mit Dreharbeiten zu neuen 'Ladykracher'-Folgen beginnen." Für das Gesamtergebnis der Sendergruppe bleibt de Posch trotz der Serie der programmlichen Misserfolge, die mit "Hire or Fire" auch den zweiten Flaggschiffkanal ProSieben betrifft, sehr optimistisch: "Wir haben unseren Gesamtwerbemarktanteil von Januar bis August im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 auf 42,6 Prozent gesteigert, unsere Werbeinseln erreichen deutlich mehr Menschen als letztes Jahr, und auch wenn der Herbst wirtschaftlich etwas schwächer ausfällt: Wir werden stärker wachsen als der Gesamtmarkt", so de Posch. "Immerhin haben wir im ersten Halbjahr bereits das Gesamtergebnis des Vorjahrs eingefahren." Die Diskussion über einen Programm-Strategiewechsel hält de Posch für "viel zu früh": "Wir haben gerade erst angefangen, die Sender auf Vordermann zu bringen."