Personalchef der Deutschen Bank geht - DER SPIEGEL
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Personalchef der Deutschen Bank geht

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der laufende Totalumbau des Investmentbankings der Deutschen Bank hat einen prominenten Abgang provoziert. Personalchef Harald Stöhr, der als Nachfolger von Tessen von Heydebreck im Konzernvorstand vorgesehen war, hat nach 29 Jahren entnervt gekündigt. Als Grund gab der Top-Banker gegenüber Freunden und Kollegen "unüberwindbare Konflikte" mit dem Management an. Stöhr, ein loyaler Vertrauter von Bankchef Josef Ackermann, störte zuletzt vor allem der chaotische Umbau des Investment-Geschäfts. Kevin Parker, der frühere Leiter des Aktienbereichs, verantwortet erst seit wenigen Wochen die Vermögensverwaltung. Dort installiert er nun offenkundig Leute aus seinem alten Geschäftsbereich. Die bisherigen Manager erfuhren von den Neubesetzungen ihrer Jobs teilweise über E-Mails an alle Mitarbeiter - ohne dass je mit ihnen gesprochen wurde. Vor allem im Personalbereich versucht Parker, die entsprechenden Posten mit Vertrauten zu besetzen - schließlich sind die Mitarbeiter im Bereich "Human Resources" auch für die bedeutsame Verteilung der Bonuszahlungen mitverantwortlich. "Was da passiert, ist selbst für amerikanische Management-Verhältnisse unglaublich", berichten Investmentbanker.