MG-Chef muss gehen - DER SPIEGEL
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MG-Chef muss gehen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach einem bühnenreifen Machtkampf muss MG-Technologies-Chef Udo Stark seinen Posten räumen. Stark hatte den Aufsichtsrat aufgefordert, den Großaktionär Otto Happel, der im Kontrollgremium sitzt, aus der Runde auszuschließen. Grund: Happel mische sich zu stark ins Tagesgeschäft des Vorstands ein. Stark versuchte dies mit E-Mails von Happel zu belegen, in denen dieser Auskunft zu bestimmten Geschäften verlangte. Der Aufsichtsrat sah jedoch keinerlei Grundlage für eine Abberufung Happels. Es sei schließlich die wichtigste Aufgabe der Aufsichtsräte, Fragen an den Vorstand zu stellen. Weil das Vertrauensverhältnis zu Stark gestört ist, soll der nun entweder freiwillig gehen, oder der Aufsichtsrat will ihn "aus wichtigem Grund" in 14 Tagen abberufen. Kontrolleure vermuten, dass Stark mit seinem Vorstoß in Wahrheit nur eine möglichst hohe Abfindungssumme herausholen wollte. Ein Düsseldorfer Anwalt des MG-Chefs soll zuvor bereits mit dem Anwalt des Aufsichtsratsvorsitzenden, Jürgen Heraeus, über ein Ausscheiden Starks verhandelt und eine zweistellige Millionensumme gefordert haben.