Milliardenschulden bei gesetzlichen Krankenkassen
Die Haushaltslage der gesetzlichen Krankenkassen ist dramatischer als bislang bekannt. Nach einer internen Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums lagen die Gesamtschulden aller defizitären Krankenkassen zu Jahresbeginn bei 8,3 Milliarden Euro. Obwohl es den Kassen per Gesetz verboten ist, langfristige Kredite aufzunehmen, verfügten laut Tabelle lediglich 107 Versicherer über ein Plus auf dem Konto. 215 Kassen waren im Minus. Angeführt wird die Liste der Schuldenkassen von der Barmer. Auf ihr lasteten Verbindlichkeiten von 947 Millionen Euro. Es folgten AOK Baden-Württemberg (905 Mio.), DAK (670 Mio.), AOK Bayern (674 Mio.), AOK Berlin (585 Mio.), BKK für Heilberufe (365 Mio.), AOK Rheinland (292 Mio.), AOK Mecklenburg-Vorpommern (279 Mio.), AOK Brandenburg (216 Mio.) und BKK Mobil Oil (207 Mio.). Zu den Kassen mit der höchsten Verschuldung pro Mitglied zählten auch BKK Gesundheit, IKK Bayern und AOK Saarland.