Lufthansa droht weiterer Ärger - mit Ufo, der Gewerkschaft des Bordpersonals
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber gerät mit seinem Plan, 300 Millionen Euro Personalkosten einzusparen, in Turbulenzen. Nach den Piloten, die vergangene Woche mit Streik drohten, sorgen auch die Bord-Bediensteten für Ärger, die von der Gewerkschaft Ufo vertreten werden. Die kleine, aber einflussreiche Organisation, die einen Großteil der Lufthansa-Kabinenchefs und -Stewardessen vertritt, verfügt nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt zurzeit über keinen rechtmäßig amtierenden Vorstand und kann deshalb keine unanfechtbaren Tarifvereinbarungen treffen. Mit dem Problem hatte vor der Lufthansa auch schon Condor zu kämpfen. Arbeitsgerichte müssen demnächst die verworrene Lage klären. Nach jetzigem Stand kann Ufo also mit Mayrhuber keine neuen Sparrunden beschließen. Eine Sprecherin der Lufthansa kündigt dennoch an, mit den entmachteten Ufo-Vorständen weiterzuverhandeln – auch auf die Gefahr hin, dass Vereinbarungen später wieder für nichtig erklärt werden.