Kommt der neue Uefa-Boss aus Zypern?
Berichte, wonach als Nachfolger des 2006 scheidenden Präsidenten des Europäischen Fußballverbandes (Uefa) Lennart Johansson nur die beiden Fußball-Ikonen Franz Beckenbauer und Michel Platini in Frage kommen, sind verfrüht. Einflussreiche Kreise der Uefa wollen vielmehr den Chef des zypriotischen Fußballverbands, Marios Lefkaritis, zu einem ernsthaften Kandidaten aufbauen. Der wohlhabende Ölund Gas-Unternehmer aus Limassol, der 1996 erstmals ins Uefa-Exekutivkomitee gewählt wurde, genießt als Vertreter der kleineren Nationen großen Rückhalt. Bei den Wahlen für die Exekutive 2000 und 2004 erhielt Lefkaritis, 57, jeweils die meisten Stimmen. Während Beckenbauer sich über einen Uefa-Posten derzeit „keine Gedanken“ machen möchte, strebt der Franzose Platini die Präsidentschaft offenkundig an. Sein ursprüngliches Ziel, Sepp Blatter als Präsident des Weltverbands Fifa zu beerben, ist wohl versperrt: Blatter will sich zum zweiten Mal wiederwählen lassen.