Neue Querelen in der Airbus-Führung - DER SPIEGEL
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Neue Querelen in der Airbus-Führung

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Zwischen dem Flugzeugbauer Airbus und dem Land Hamburg spitzt sich der Kon- flikt um den Bau eines zweiten Auslieferungszentrums für den neuen Großraumjet A 380 weiter zu. Während der Senat der Hansestadt auf frühere Zusagen pocht, wonach der Kunden-Terminal unabhängig von der umstrittenen Verlängerung der Start- und Landebahn in Finkenwerder errichtet werden soll, erwägt die Airbus- Führung neuerdings, die prestigeträchtige Übergabe der Megaflieger nur in Toulouse abzuwickeln. Ohne einen Ausbau der Piste um 589 Meter, argumentiert eine Sprecherin, sei die Investition in den knapp 100 Millionen Euro teuren Auslieferungskomplex nicht zu rechtfertigen. Denn für größere Versionen der A-380-Familie und das schwerere Frachtmodell sei eine erweiterte Start- und Landebahn zwingend nötig. Sollte die Verlängerung scheitern, sei nicht auszuschließen, dass auch der Innenausbau der gestreckten A-380-Passagierjets in Toulouse erfolgen müsse. Noch vor gut zwei Jahren hatten Airbus-Anwälte vor Gericht versichert, Bau und Auslieferung der Maschinen seien mit der vorhandenen Hamburger Piste möglich. Zusätzlich erschwert werden könnten die Gespräche über einen Kompromiss durch Querelen in der Unternehmensführung, die sich vergangene Woche verschärften. Nach Informationen des französischen Geheimdienstes soll ein Vorstandsmitglied der Airbus-Mutter EADS den Cheflobbyisten Philippe Delmas, zugleich engster Berater von Konzernchef Noël Forgeard, bei der Staatsanwaltschaft angeschwärzt haben, um die beiden Topmanager zu diskreditieren. Der angebliche Informant will nun die Gerichte einschalten.