Medikamentenkonsum steigt weiter - DER SPIEGEL
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Medikamentenkonsum steigt weiter

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Trotz Praxisgebühr und höherer Zuzahlungen bei Medikamenten muss die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) immer mehr für Pillen ausgeben. Zwar wurden im ersten Halbjahr 2004 nach Berechnungen der Ortskrankenkassen rund 13 Millionen Packungen oder 4,8 Prozent weniger rezeptpflichtige Medikamente von den Ärzten verschrieben als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Aber trotzdem nahm die Zahl der Tagesdosen um 259 Millionen oder 2,1 Prozent zu. Des Rätsels Lösung: Durch „phantasievolles In-Handel-Bringen neuer Packungsgrößen“, so eine interne Analyse der Kassen, sorgen Hersteller und verschreibende Ärzte für den unwillkommenen steigenden Medikamentenkonsum. Der Trend zu größeren Packungen und damit Mehrausgaben der Kassen hält, so zeigen vorläufige Zahlen für den Rest des Jahres, unvermindert an.