Darkazanlis deutsche Frau beteuert Unschuld des Qaida-Verdächtigen
Die Ehefrau des in Hamburg inhaftierten Terrorverdächtigen Mamoun Darkazanli, der selbst eisern schweigt, hat sich erstmals zu den Vorwürfen gegen ihren Mann geäußert. Weder sei er radikal, noch habe er irgend etwas mit al-Qaida zu tun, behauptete die 54-jährige Brigitte Darkazanli gegenüber dem SPIEGEL. „Er wird zum Sündenbock gemacht.“ Gegen ihren Mann liegt ein so genannter Europäischer Haftbefehl aus Spanien vor, derzeit prüfen Hamburger Richter, ob sie Darkazanli ausliefern. Der Deutsch-Syrer steht im Verdacht, eine Schlüsselfigur für al-Qaida in Europa zu sein. Seine Frau, eine zum Islam konvertierte Deutsche, fürchtet nun, dass er in Spanien verurteilt oder gar an die Amerikaner ausgeliefert werden könnte: „Wir fühlen uns vom deutschen Staat verraten und verkauft.“ Ein Foto beispielsweise, das Darkazanli als Kämpfer mit einer Kalaschnikow zeigen soll, so behauptet Brigitte Darkazanli, „muss eine Fotomontage sein. Mein Mann hat einen edlen Charakter, er ist ein sanftmütiger Mensch“.