Arbeitsagenturen wappnen sich gegen Gewalttäter
Polizei und Dienststellen der Agentur für Arbeit bereiten sich fünf Wochen vor Einführung des neuen Arbeitslosengeldes II auf mögliche gewaltsame Ausschreitungen vor. Das Thüringer Innenministerium hat bereits Gespräche zwischen Polizei und Agenturen zwecks "Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung" angeordnet. Ab Januar sollen Streifen und Kontrollen vor den Ämtern verstärkt werden, Polizeibeamte erhielten Sonderschulungen für den Einsatz vor Ort. Die Arbeitsagentur im bayerischen Deggendorf lässt ihre Angestellten beim Bundesgrenzschutz Kurse in Selbstverteidigung absolvieren. In den vergangenen Wochen gab es Bombendrohungen gegen Arbeitsagenturen in Wittenberg (Sachsen-Anhalt), Deggendorf (Bayern), Waiblingen (Baden-Württemberg), Bergen (Mecklenburg-Vorpommern), Leipzig (Sachsen) und Stendal in Sachsen-Anhalt. Brandanschläge trafen Agenturen im brandenburgischen Rathenow und Königs Wusterhausen.