Verfassungsschutz warnt vor Irak-Rückkehrern
Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen vor islamistischen Untergrundkämpfern, die aus dem Irak zurück nach Deutschland wollen und hier als potentielle Attentäter in Frage kommen. "Es ist damit zu rechnen, dass in diesem Zusammenhang eine neue Mudschahidin-Generation entsteht und ein Teil dieser Personen nach Deutschland zurückkehren wird", heißt es in einer vertraulichen Lageanalyse des Bundesamts für Verfassungsschutz. Nach Erkenntnissen der Behörden sind bislang rund ein Dutzend freiwillige Kämpfer aus dem Irak nach Deutschland zurückgekehrt. Etwa 85 Islamisten hat das Bundeskriminalamt überprüft, bei denen Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass sie von der Bundesrepublik aus in den Irak-Krieg ziehen wollten. Mit dem Münchner Ibrahim Nagah, der mit 19 Jahren 2002 in den Kampf zog, spielt mittlerweile ein Mann aus Deutschland eine wichtige Rolle in der Terrororganisation Ansar-e Islam. Nagah ist zuständig für die Schleusung weiterer Freiwilliger in den Irak. Im Juli haben die Behörden zudem mit dem Münchner Abd al- Kadir S. einen weiteren deutschen Islamisten von Ansar-e Islam festgenommen. Mitglieder der Organisation sollen ein Attentat auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Alawi in Berlin geplant haben.