Medikamente werden teurer / Teilweise zweistellige Preiserhöhungen
Patienten müssen mit deutlichen Preiserhöhungen bei Arzneimitteln rechnen. Die Pharmafirmen haben die Preise von 519 Artikeln aus dem Verzeichnis verschreibungspflichtiger Medikamente, der sogenannten Lauer-Taxe, zum 1. Dezember erhöht, teilweise sogar mit zweistelligen Prozentzuwächsen. Einen Monat zuvor hatten sie sich noch mit einer Erhöhung bei lediglich 173 Positionen zufrieden gegeben. Betroffen vom jüngsten Preisschub sind unter anderem Bestseller wie das Asthma- Mittel Berodual von Boehringer Ingelheim oder das Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon von Schering. Allein für die Antibabypille Lovelle von Organon etwa müssen Frauen im kommenden Jahr rund neun Prozent mehr ausgeben. Das Alzheimer- Präparat Reminyl wird gleich um 14 Prozent teurer. "In der Summe" blieben die Preise 2005 stabil, versprach noch jüngst der Vorsitzende des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Andreas Barner, Vorstandsmitglied bei Boehringer Ingelheim. Ausgerechnet seine Firma aber hat bereits wie GlaxoSmithKline fast die gesamte Produktpalette preislich geliftet.