Top-Ökonomen kritisieren Opel-Sanierungsplan - DER SPIEGEL
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Top-Ökonomen kritisieren Opel-Sanierungsplan

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Bei führenden Ökonomen stößt das Vorhaben des Autoherstellers Opel, mehr als 6000 Arbeitnehmer in sogenannten Beschäftigungsgesellschaften unterzubringen, auf Kritik. So bewertet der Mannheimer Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Franz das Vorhaben "eher als reine Verschleierungsmaßnahme, mit der Unternehmen und Gewerkschaft den verabredeten Personalabbau bemänteln wollen". Den Beschäftigten bringe das Konzept zwar finanzielle Vorteile, "ob es ihnen aber auch hilft, rascher wieder eine reguläre Stelle zu finden, ist mehr als zweifelhaft". Franz, der Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung ist, verweist auf die ernüchternden Erfahrungen mit Beschäftigungsgesellschaften in Ostdeutschland: "Dort haben sich die Jobchancen von Arbeitslosen vielfach sogar veschlechtert." Der Kölner Ökonom Johann Eekhoff kritisiert das geplante Sanierungskonzept als "eklatante Ungleichbehandlung". Beschäftigungsgesellschaften wie bei Opel seien "in dieser Form ausschließlich in Großbetrieben möglich". Finanziert würden sie aber von der Bundesagentur für Arbeit "und damit von allen Beitragszahlern, vor allem solchen aus kleinen und mittleren Unternehmen".