Verdächtiger im Mordfall Levke hätte viel früher gefasst werden können - Behörden schlampten bei DNA-Probe - DER SPIEGEL
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Verdächtiger im Mordfall Levke hätte viel früher gefasst werden können - Behörden schlampten bei DNA-Probe

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Der vergangene Woche als mutmaßlicher Sexualmörder der achtjährigen Levke aus Cuxhaven festgenommene Marc H. hätte viel früher gefasst werden können. Seine DNA-Spur fand sich an Levkes Jacke, Ranzen und Sporttasche, die nur einen Tag nach ihrem Verschwinden, am 7. Mai, auf einem Waldparkplatz gefunden wurden, 25 Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt. Ein Abgleich mit den mehr als 310000 DNA-Datensätzen des Bundeskriminalamts aber verlief damals ergebnislos. Dabei hätte Marc H. als vorbestrafter Sexualtäter nach dem DNA-Identitätfeststellungsgesetz, das 1998 in Kraft trat und seitdem mehrfach verschärft wurde, längst eine DNA-Probe abgenommen werden können. Der 31-jährige arbeitslose Installateur aus Bremerhaven war in den vergangenen zehn Jahren bereits zweimal wegen Sexualdelikten aufgefallen. 1994 wurde er in Nordrhein-Westfalen wegen versuchter Vergewaltigung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, im Jahr 2000 geriet er in Bremen in den Verdacht, er habe eine 17-Jährige in seinen Wagen gezerrt und zu fesseln versucht. Die Beweise reichten aber nicht aus.