Balli will gegen den Verkauf des Stahlhändlers Klöckner & Co Klage einreichen - DER SPIEGEL
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Balli will gegen den Verkauf des Stahlhändlers Klöckner & Co Klage einreichen

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Der vergangene Woche vollzogene Kauf des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) durch den Finanzinvestor Lindsay, Goldberg, Bessemer & Vogel (LGB) könnte für dessen Chef Dieter Vogel weitaus teurer werden als ursprünglich geplant. Vogel hatte KlöCo von dessen Besitzer, der Westdeutschen Landesbank (WestLB), für rund 320 Millionen Euro gekauft. Zusätzlich übernahm die LGB sämtliche Risiken von KlöCo, darunter auch eine mögliche Rückforderung der ehemaligen Besitzer, der britisch-iranischen Stahlhandelsgesellschaft Balli. Genau diese Forderung macht den Deal zu einem gewagten Unterfangen. Während die WestLB und die LGB in internen Berechnungen von möglichen Rückzahlungen von maximal 60 bis 300 Millionen Euro an die Balli-Gruppe ausgehen, rechnen die Anwälte des britischen Stahlhändlers offenbar mit deutlich höheren Summen. In einem Entwurf einer Klageschrift, die in den nächsten Wochen eingereicht werden soll, erheben die Balli- Anwälte äußerst schwere Vorwürfe gegen die WestLB. Die Bank, heißt es in dem 105-seitigen Papier unter Verweis auf unzählige Beweisdokumente, habe die ordnungsgemäße Rückführung eines von Balli bei der WestLB aufgenommenen Kredites bewusst vereitelt, um so im Sommer 2003 von ihrem Pfandrecht an KlöCo Gebrauch machen zu können. Konsequent fordert Balli in der Klageschrift die Herausgabe der aus ihrer Sicht zu Unrecht eingezogenen Aktien an dem Unternehmen. Doch nicht nur der möglicherweise jahrelange Rechtsstreit würde die Übernahme von KlöCo durch LGB belasten. Auch das von LGB einkalkulierte Risiko wird deutlich übertroffen. Allein den vorläufigen Streitwert beziffern die Balli-Anwälte mit rund 500 Millionen Euro. Ein zusätzliches Risiko, heißt es hingegen bei LGB, sehe man nicht.