Beutekunst: Bundesregierung erwägt Zivilklage wegen Rubens-Bild - DER SPIEGEL
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Beutekunst Bundesregierung erwägt Zivilklage wegen Rubens-Bild

Die Bundesregierung erwägt erstmals eine Zivilklage, um ein aus Deutschland nach Russland gebrachtes Kunstwerk zurückzuholen. Dabei geht es um das auf 80 Millionen Euro geschätzte Rubens-Gemälde "Tarquinius und Lucretia", das bis 1942 im Potsdamer Schloss Sanssouci hing.
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Hamburg - Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Christina Weiss, erklärte gegenüber dem SPIEGEL: "Wir haben eine Zivilklage prüfen lassen". Das lange Zeit vermisste Bild aus dem 17. Jahrhundert war im Februar 2003 wieder aufgetaucht. Der russische Geschäftsmann Wladimir Logwinenko bot es der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zum Kauf an. Weiss beauftragte inzwischen das Münchner Institut für Ostrecht zu prüfen, wem das Gemälde nach russischer Rechtslage gehöre. Das "Gutachten" kommt zu dem Schluss, dass es auch nach russischem Recht von Logwinenko nicht gutgläubig erworben wurde und deshalb zurückgegeben werden müsse. Weiss hat sich diese Rechtsauffassung zu Eigen gemacht und will den Fall auch bei ihrem Treffen während der 7. deutsch-russischen Konsultationen gegenüber ihrem russischen Amtskollegen Alexander Sokolow vortragen. "Das werde ich ansprechen", so Weiss gegenüber dem SPIEGEL.