US-Behörden wollen deutschen Qaida-Kronzeugen nutzen / Rehabilitation vor der Uno - DER SPIEGEL
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US-Behörden wollen deutschen Qaida-Kronzeugen nutzen / Rehabilitation vor der Uno

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Der wichtigste und bisher einzige al-Qaida-Kronzeuge in Deutschland wird von den Vereinten Nationen rehabilitiert. Nach einem Antrag der Bundesregierung ist er der Erste, den der Uno-Sicherheitsrat von seiner Anti-Terror-Liste streichen will. Der Jordanier Shadi Abdallah, nach eigenem Bekunden ein früherer Leibwächter Osama Bin Ladens, hatte umfangreich über das Innenleben von al-Qaida berichtet und in allen prominenten deutschen Terrorprozessen ausgesagt. Er wurde in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen und erhielt eine neue Identität. Allerdings hätte Abdallah formal von deutschen Sicherheitsbehörden keinerlei Unterstützung erfahren dürfen, solange er auf der Liste stand. Die US-Regierung hatte zunächst den Versuch, ihn zu rehabilitieren, blockiert, weil sie Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit hatte. Inzwischen durfte ihn ein US-Staatsanwalt vernehmen, im Gegenzug gaben die Amerikaner ihren Widerstand bei der Uno auf. Abdallah soll gegen den in den USA angeklagten Zacarias Moussaoui aussagen, der als 20. Attentäter der Anschläge des 11. September gilt und den er in Afghanistan getroffen haben will.