Russen kündigen Entgegenkommen bei Beutekunst an
Die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland scheinen sich nun auch positiv auf ein äußerst problematisches Kapitel auszuwirken – den Streit um die Beutekunst. Bei ihrem Treffen in Hamburg einigten sich die für Kultur zuständige Staatsministerin Christina Weiss und der russische Kulturminister Alexander Sokolow auf ein Vier-Punkte-Papier, in dem unter anderem die „Rückführung kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter“ thematisiert wird. Dazu gehören die Baldin-Sammlung, die Silberkollektion des Herzogs von Anhalt, das Rubens-Gemälde „Tarquinius und Lucretia“ sowie die Archive der Politiker Walther Rathenau und Ferdinand Lassalle. Beide Seiten verabredeten, die Fälle „in nächster Zukunft“ zu lösen. Der Vorschlag der Deutschen, sich auf einen präzisen Zeitrahmen zu verständigen, fand bei den Russen allerdings keine Zustimmung.