Ver.di-Chef Bsirske plant vertrauliches Treffen mit Länder-Finanzministern
In den zähen Stellungskrieg zwischen den Bundesländern und der Gewerkschaft Ver.di um die Reform des Öffentlichen Dienstes kommt Bewegung: Im Januar will sich Ver.di-Chef Frank Bsirske mit den Finanzministern von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Hartmut Möllring (CDU) und Ralf Stegner (SPD), zu einem vertraulichen Gespräch treffen, um mögliche Chancen für eine Einigung zu sondieren. Auf der Tagesordnung steht dabei vor allem das heikle Thema Arbeitszeit: Eine Reihe von Ländern will erreichen, dass rund drei Millionen Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes künftig grundsätzlich 42 Stunden in der Woche arbeiten – für Ver.di bislang ein unannehmbarer Vorschlag. Wegen des sich verschärfenden Kon- flikts waren die Länder im vergangenen Frühjahr aus den gemeinsamen Gesprächen mit dem Bund, den Kommunen und der Gewerkschaft über eine Reform des Öffentlichen Dienstes ausgestiegen.