WestLB soll Borussia Dortmund helfen - DER SPIEGEL
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WestLB soll Borussia Dortmund helfen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die WestLB soll dem finanziell angeschlagenen Bundesligisten Borussia Dortmund bei dem geplanten Rückkauf des Westfalen-Stadions mit einem Millionenkredit unter die Arme greifen. Der neue BVB-Präsident Reinhard Rauball will dafür eine Stadiongesellschaft gründen, an der sich neben dem Verein lokale Firmen beteiligen sollen – allerdings hat mit dem Versicherer Signal Iduna bereits ein Kandidat abgesagt. Der WestLB würde die Aufgabe zufallen, den Restbetrag der geschätzten 100 Millionen Euro für den Rückkauf von der Commerzbanktochter Molsiris bereitzustellen. Um die Bank dafür zu gewinnen, hat Rauball offenbar seine exzellenten Kontakte zur nordrhein-westfälischen Landesregierung bemüht. Dass der neue WestLB-Chef Thomas Fischer den Retter für den Traditionsclub spielen wird, halten Insider dennoch für eher unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Friedel Neuber, für den die Bank immer auch ein strukturpolitisches Instrument war, will Fischer das Haus von politischer Einflussnahme möglichst freihalten. Zu einem Vier-Augen-Gespräch zwischen Rauball und Fischer wird es frühestens im Januar kommen. Der Banker verschwand Ende vergangener Woche erst einmal für einen längeren Aufenthalt ins Ausland.