Flughafenbetreiber Fraport plant Kooperation mit Moskau
Fraport, der größte deutsche Flughafenbetreiber, könnte schon bald das Management einer weiteren wichtigen Verkehrsdrehscheibe übernehmen - in Moskau. Wie enge Vertraute von Konzernchef Wilhelm Bender berichten, sollen die Frankfurter helfen, die Abläufe am internationalen Airport Scheremetjewo zu verbessern. Das vereinbarten Unterhändler beider Seiten am Rande des Gipfeltreffens zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kurz vor Weihnachten. Die Gespräche über eine enge Kooperation sollen schon im Januar beginnen. Bewährt sich die Zusammenarbeit, könnten die Hessen Beraterverträge für weitere Moskauer Flughäfen erhalten. Mit dem russischen Prestigeprojekt steigen die Chancen von Fraport, auch in anderen Städten attraktive Aufträge zu ergattern. Nach dem Scheitern eines Terminalprojekts im philippinischen Manila will Fraport-Chef Bender riskante Finanzbeteiligungen an ausländischen Airports künftig vermeiden und - wie zuletzt in Kairo - verstärkt das Know-how seiner Mitarbeiter verkaufen.