BaFin verlangte 600 Millionen von Gewerkschaften und BHW - DER SPIEGEL
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BaFin verlangte 600 Millionen von Gewerkschaften und BHW

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Die Finanzaufseher der BaFin zwangen die Gesellschafter der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR), bis zum 31. Dezember 2004 insgesamt 600 Millionen Euro frisches Kapital bereitzustellen. Allenfalls eine Fristverlängerung bis zum 30. Januar 2005 wollten die Aufseher zugestehen. Haupteigentümer der in Turbulenzen geratenen drittgrößten Hypothekenbank ist die Gewerkschaftsholding BGAG (50 Prozent) und das BHW, die das Geld mittlerweile zur Verfügung gestellt haben. Es gäbe zurzeit "keine Forderung der BaFin mehr, die von der Bank oder ihren Gesellschaftern zu erfüllen wären", bestätigt eine Sprecherin der Finanzaufsicht. 500 Millionen Euro der Deckungslücke bei der Bank stammen aus fehlgegangenen Zinsspekulationen aus der Zeit vor 2001, 100 Millionen wurden zur Abdeckung von Risiken im Immobiliengeschäft eingefordert. Die BGAG hat in einer Aufsichtsratssitzung der AHBR am 3. Dezember eine Sonderprüfung durch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young durchgesetzt. "Wer von seinen Gesellschaftern 600 Millionen Euro will, der hat ihnen gegenüber eine Informationspflicht", rechtfertigte der jetzige BGAG-Vorstand Helmut Balthasar das Vorgehen in der Sitzung. Gleichzeitig wurden die Unternehmensberater von Roland Berger beauftragt, Handlungsalternativen zu prüfen.