Adlon-Fest des damaligen Bundesbankpräsidenten Welteke teurer als bislang bekannt - DER SPIEGEL
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Adlon-Fest des damaligen Bundesbankpräsidenten Welteke teurer als bislang bekannt

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Noch teurer als bislang bekannt war für die Dresdner Bank die Berliner Silvesterfeier des damaligen Bundesbankpräsidenten Ernst Welteke. Insgesamt hat das Institut 9773,27 Euro für die Unterbringung des SPD-Geldpolitikers, dessen Ehefrau und weiterer Familienmitglieder im Berliner Luxushotel Adlon bezahlt. Anlass des Aufenthalts, der im April vergangenen Jahres zum Sturz des Notenbankers geführt hatte, war die Euro-Einführungsparty der Dresdner Bank in der Silvesternacht 2001 am Brandenburger Tor. Bisher war lediglich bekannt, dass sich die Dresdner Bank Weltekes Anwesenheit gut 7600 Euro kosten ließ. Der höhere Betrag geht aus dem zweiten Teil der Originalrechnung hervor, die Welteke nun vorgelegt hat. Darin enthalten sind je vier Nächte à 2147,43 Euro in der Pariser Platz Suite für das Ehepaar Welteke sowie zwei Nächte für Weltekes Sohn Hans und dessen Freundin in einem Deluxe-Zimmer à 388,58 Euro. Daneben nahmen Welteke und seine Entourage sechsmal die gastronomischen Einrichtungen der Edelherberge in Anspruch sowie Garage, Reinigungs- beziehungsweise Bügeldienst, Zimmerservice, Telefon und Minibar. Als die Affäre bekannt wurde, rechtfertigte sich der Betroffene zunächst mit den Worten: "Soll ich das selber bezahlen?" Einige Tage später jedoch erstattete er der Dresdner Bank die Kosten.