Verkehrsministerium rügt Sparpläne der Deutschen Bahn / Stolpe-Berater fürchten sinkende Wettbewerbsfähigkeit - DER SPIEGEL
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Verkehrsministerium rügt Sparpläne der Deutschen Bahn / Stolpe-Berater fürchten sinkende Wettbewerbsfähigkeit

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Das Bundesverkehrsministerium hält die Mittelfristplanung 2005 bis 2009 der Deutschen Bahn, die kurz vor Weihnachten dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde, für äußerst ambitioniert � und übt zugleich Kritik an dem drastischen Sparkurs von Bahnchef Hartmut Mehdorn. In einer Vorlage für Minister Manfred Stolpe kommen dessen Mitarbeiter zu dem Schluss, dass die "Umsetzbarkeit der Ergebnisvorgaben in Umfang und Zeitpunkt deutlich risikobehaftet" sei. So hegen die Beamten Zweifel an den "Erfolgsaussichten der Kosteneinsparungsprogramme", mit denen Mehdorn zwischen 2005 und 2009 die Ausgaben in Bereichen wie Beschaffung, Instandhaltung und in der Verwaltung um weitere zwei Milliarden Euro senken will. Gleichzeitig kritisiert das Papier aus der Stolpe-Behörde Mehdorns Kostenbremse bei den Investitionen. "Die Gefahr eines Investitionsstaus in den Transportbereichen vergrößert sich gegenüber der Vorjahresplanung weiter", heißt es. So seien die geplanten Ausgaben im Bereich Transport und Logistik, für die Erneuerung von Schienenfahrzeugen und für den Erhalt bestehender Speditionsanlagen "äußerst knapp bemessen" � was unter anderem die Marktstellung der zurzeit erfolgreichen Speditionstochter Schenker gefährde. "Der Vorrang des Verschuldungsabbaus vor den Investitionen darf nicht zulasten der Chancen der Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern und damit der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gehen", warnen die Beamten. Auch die Investmentbank Morgan Stanley sieht Risiken in der Mittelfristplanung. Die von der Bahn genannten steigenden Erlöse im Fernverkehr seien "angesichts der bisherigen Entwicklung äußerst ambitioniert" und die Erwartung steigender Frachtraten bei Railion "fraglich". Kleiner Trost für Mehdorn: Die Banker sehen "ab 2007 die Kapitalmarktfähigkeit der DB AG gegeben". Aber nur, wenn die Planzahlen bis dahin "vollständig erreicht" werden.