Drogenkuriere schmuggeln Kokain im Schuh
Westafrikanische Täterkreise dominieren nach Erkenntnissen des Zollfahndungsamts (ZFA) Stuttgart derzeit den internationalen Drogenschmuggel auf der sogenannten Rheintalschiene zwischen der deutsch-holländischen Grenze und der Schweiz. Auf ihr sind Drogenzentren wie Amsterdam, Frankfurt am Main, Zürich, Mailand und Rom miteinander verbunden. Die Route habe sich, so der Leiter des ZFA, Hans-Joachim Brandl, "zum bevorzugten Operationsfeld internationaler Drogensyndikate entwickelt". Für den Schmuggel von Kokain und Heroin würden zudem immer mehr "Bodypacker" als Kuriere eingesetzt. Solche Körperschmuggler können bis zu 1,2 Kilogramm Drogen schlucken, die fabrikmäßig in Latexfolien abgepackt werden. Mit Hilfe von verdauungshemmenden Medikamenten verhindern die Kuriere ein zu schnelles Ausscheiden der Drogenpäckchen aus dem Körper. 42 Bodypacker stellten die Behörden im vergangenen Jahr. Neuester Trick der Drogenschmuggler: Zwei Kuriere trugen Schuhe, deren Sohlen weitgehend aus Kokain bestanden. Äußerlich waren sie von anderem Schuhwerk nicht zu unterscheiden.