Al-Qaida-Verdächtiger bekam Auftrag direkt von Bin Laden - DER SPIEGEL
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Al-Qaida-Verdächtiger bekam Auftrag direkt von Bin Laden

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Der vorvergangene Woche in Mainz festgenommene mutmaßliche Qaida-Aktivist Ibrahim K. ist nach eigenen Angaben in direktem Auftrag Osama Bin Ladens nach Deutschland gekommen. Das geht aus Gesprächen zwischen Ibrahim K. und dem ebenfalls festgenommenen Palästinenser Yasser Abu S. hervor, die die Fahnder in der Mainzer Wohnung abhörten. "Ja, er schickte mich, um zu arbeiten, zu verkaufen und einzukaufen", berichtete Ibrahim K. demnach. Laut Ermittlern stehen die Begriffe für die Anwerbung und Vermittlung von Freiwilligen für den Dschihad. Bin Laden habe kurz vor dem Fall Afghanistans alle Kämpfer mit westlichen Pässen zurück in ihre jeweilige Wahlheimat geschickt. Erleichtert wurde Ibrahim K. die Reise nach Afghanistan durch mehrere schwerwiegende Pannen der Behörden. So verlängerte das Ausländeramt München dem Iraker im Mai 2000 seinen Reiseausweis, obwohl das Amtsgericht München festgestellt hatte, dass in dem Papier falsche Personalien aufgeführt seien. Auch nach einem Gefängnisaufenthalt Anfang 2004 händigten die Behörden ihm das Dokument erneut aus. Mit dem Reiseausweis war Ibrahim K. kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mutmaßlich nach Afghanistan gereist.