Grüne NRW-Politiker kritisieren Volmer: "Unwürdig für einen Politiker, der als Kämpfer für die Dritte Welt begonnen hat."
In der Partei der Grünen nimmt der Druck auf den außenpolitischen Sprecher und ehemaligen Staatsminister Ludger Volmer zu. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, gerät Volmer insbesondere in seinem Heimatland Nordrhein-Westfalen in die Kritik. Volmer wird eine unzulässige Verquickung von politischem Mandat und persönlichen finanziellen Interessen vorgeworfen. "Dass wir mit den Vorgängen in Berlin glücklich wären, kann ich nicht sagen", so der stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Michael Vesper, gegenüber dem SPIEGEL. "Wir können nicht erkennen, für welche Leistungen Volmers Firma 400 000 Euro kassiert hat", moniert die Vorsitzende des Rhein-Sieg-Kreises, Claudia Owczarczak. Auch der Vorstandssprecher des Kreises Münster, Wilhelm Achelpöhler, äußert sich distanziert: "Es ist etwas unwürdig für einen Politiker, der als Kämpfer für die Dritte Welt begonnen hat, an gleicher Stelle jetzt als Türöffner für Geschäfte zu fungieren."