US-Außenministerin Rice dementiert gegenüber Berlin Angriffsspläne für Iran - DER SPIEGEL
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US-Außenministerin Rice dementiert gegenüber Berlin Angriffsspläne für Iran

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Vor den Besuchen von Präsident George W. Bush und seiner neuen Außenministerin Condoleezza Rice in Europa beschwichtigt die US-Regierung die Sorgen vor einem Krieg gegen Iran. Rice versicherte ihrem Amtskollegen Joschka Fischer bei dessen Besuch in Washington vergangene Woche, die USA bereiteten keinen Militärschlag gegen das Mullah-Regime vor und stellten auch keine Planungen dafür an. Zudem hat Rice signalisiert, dass sie die drei EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei ihren Verhandlungen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms weiter gewähren lassen wolle - eine Teilnahme an den Gesprächen mit Teheran lehnen die USA allerdings kategorisch ab. Zur Freude der deutschen Delegation machte Rice deutlich, dass sie, anders als ihr Vorgänger Colin Powell, den Nahostkonflikt und Iran zur Chefsache machen wolle. Mit Blick auf den Bush-Besuch am 23. Februar stellen die Amerikaner jedoch auch unangenehme Forderungen: Die deutsche Regierung solle auf die Wahlen im Irak in jedem Fall positiv reagieren. Jede Kritik, etwa an zu geringer Wahlbeteiligung oder unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen, würde den demokratischen Prozess nur belasten, argumentiert die Bush- Administration. Rice muss bei ihrem Antrittsbesuch in Berlin Ende dieser Woche auf die Gesellschaft ihres Kollegen verzichten: Fischer befindet sich zu dem Zeitpunkt auf einer lange geplanten Reise nach Südostasien und Ozeanien. In Washington entschuldigte er sich dafür bereits bei der Amerikanerin. Rice bekommt nun bei Kanzler Gerhard Schröder eine halbstündige Audienz.