DDR-Biathlet Andreas Heß erhält 15 000 Euro Hilfeleistung vom Deutschen Ski-Verband - DER SPIEGEL
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DDR-Biathlet Andreas Heß erhält 15 000 Euro Hilfeleistung vom Deutschen Ski-Verband

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Drei Wochen vor den Nordischen Weltmeisterschaften in Oberstdorf hat der Deutsche Ski-Verband (DSV) einen wegweisenden Schritt zur Bewältigung der DDR-Erblast getan. Vergangenen Mittwoch bot eine Delegation des DSV dem früheren Biathleten Andreas Heß, 46, eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 15000 Euro an. Der ehemalige Junioren-Weltmeister aus Oberhof in Thüringen hatte in der DDR Dopingmittel verabreicht bekommen und war später an einem schweren Wirbelsäulenschaden erkrankt. Zudem war der Sportler von mehreren Stasi-Spitzeln beschattet worden und musste deshalb seine Karriere beenden. Heß hatte mehrfach öffentlich beklagt, dass sich der DSV mit Trainern und Sportlern aus der DDR schmücke, die Opfer des System aber nicht beachte. Nach Presseberichten vor der Biathlon-Weltmeisterschaft 2004 in Oberhof (SPIEGEL 52/2003) hatte sich auch der damalige Bundespräsident Johannes Rau in die Auseinandersetzung eingeschaltet. Sollte Heß das Angebot annehmen, wäre dies die erste ernsthafte Hilfeleistung einer deutschen Sportorganisation für ein DDR-Opfer.