BaFin eröffnete 52 neue Untersuchungen wegen Kursmanipulation - DER SPIEGEL
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BaFin eröffnete 52 neue Untersuchungen wegen Kursmanipulation

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An deutschen Börsen wurden offenbar auch 2004 regelmäßig Notierungen von Wertpapieren illegal beeinflusst. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im vergangenen Jahr "52 neue Untersuchungen wegen Kurs- und Marktpreismanipulationen" eingeleitet, bestätigt eine Sprecherin. 35 Personen wurden bei verschiedenen Staatsanwaltschaften angezeigt, im Jahr zuvor waren es nur 21. Erste Gerichtsurteile betreffen Schiebereien bei Titeln von Intershop und der inzwischen insolventen Arndt AG. Vier Manipulationsversuche wurden von der BaFin mit Bußgeldern bestraft. Ziel der verdeckten Operationen sind in fast allen Fällen Aktien. Die bislang prominenteste Affäre betrifft jedoch Anleihen und wurde von der BaFin erst vor wenigen Tagen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt angezeigt. Händler der Citigroup hatten am 2. August Staatsanleihen über rund zwölf Milliarden Euro auf einen Schlag verkauft, um dann wenig später einen Teil davon billig zurückzukaufen. In den Tagen zuvor sollen die Händler an der deutsch-schweizerischen Terminbörse Eurex den Preis für die Anleihen selbst nach oben getrieben haben.