G7-Finanzminister vor Einigung auf globale Kerosinsteuer - DER SPIEGEL
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G7-Finanzminister vor Einigung auf globale Kerosinsteuer

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Finanzminister der G7-Staaten wollen den britischen Vorschlag, zusätzliches Geld für die Entwicklungshilfe bereitzustellen, auf ihrem Treffen an diesem Wochenende in London mehrheitlich unterstützen. "Offen ist nur noch, wie die geplante internationale Anleihe finanziert wird", sagt ein hoher Beamter aus den G7-Ländern. Die Amerikaner sind dafür, die nötigen Mittel über neue Schulden aufzubringen. Diesen Weg wollen die europäischen Staaten aber auf keinen Fall mitgehen. Sie pochen darauf, dass die zusätzliche Entwicklungshilfe über weltweite Steuern auf Flugbenzin und Waffengeschäfte refinanziert wird. "Eine globale Steuer auf Kerosin könnte schon in zwei Jahren verwirklicht werden", heißt es bei den Europäern. Auch Deutschland hält eine solche Steuer für ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Die Einführung einer Spekulationssteuer, wie zwischenzeitlich auch von Kanzler Gerhard Schröder gefordert, ist dagegen vom Tisch. "Eine globale Kerosinsteuer hätte den Vorteil, dass die Benachteiligung des Schienenverkehrs gestoppt würde und es im Gegensatz zu einer Spekulationssteuer kaum Ausweichmöglichkeiten, beispielsweise mit Hilfe von Steueroasen, gäbe", sagt ein Berliner Unterhändler.