SPD: Ex-Ministerpräsident Gabriel und Gesundheitsexperte Lauterbach sollen 2006 in den Bundestag - DER SPIEGEL
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SPD: Ex-Ministerpräsident Gabriel und Gesundheitsexperte Lauterbach sollen 2006 in den Bundestag

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Nach der Wahl 2006 hofft die SPD-Bundestagsfraktion auf prominente Neuzugänge. In Köln bereitet sich derzeit Gesundheitsexperte und Ministeriums-Berater Karl Lauterbach, 42, mit emsiger Basisarbeit auf einen Wechsel in die Politik vor. Er käme für einen freien Wahlkreis im Norden der Stadt in Frage. Noch mag Lauterbach seine Umtriebe nicht kommentieren - "jede Veröffentlichung ist schädlich". Spektakulär wäre auch der mögliche Wechsel des derzeitigen niedersächsischen Oppositionsführers und Ex-Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel nach Berlin. Nach einem Gespräch mit Parteichef Franz Müntefering und Parlamentsgeschäftsführer Wilhelm Schmidt will sich Gabriel nach der Sommerpause entscheiden. Schmidt denkt nach 19 Jahren Bundestag über einen Rückzug nach, Gabriel könnte seinen Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel übernehmen.

In Rheinland-Pfalz kämpft der frühere Verteidigungsminister und designierte Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Rudolf Scharping, hartnäckig um einen vorderen Listenplatz, um erneut ins Parlament einziehen zu können. Der gilt für die Sozialpolitikerin und Parteilinke Andrea Nahles als gesichert. Justizministerin Brigitte Zypries - bisher noch ohne Mandat - erwägt eine Kandidatur in Kassel. Dort aber käme sie möglicherweise dem Kasseler Ex-Oberbürgermeister und Finanzminister Hans Eichel ins Gehege.

Parteichef Müntefering will sich aus der Listenaufstellung diesmal weitgehend heraushalten. Vor vier Jahren noch hatte er als Generalsekretär unter dem Motto "Zehn von außen" vehement die Aufstellung von Seiteneinsteigern in die Bundespolitik propagiert.