Anklage gegen deutschen Kaufmann in Südafrika / Mutmaßliche Beteiligung an internationalem Atomschmugglernetz - DER SPIEGEL
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Anklage gegen deutschen Kaufmann in Südafrika / Mutmaßliche Beteiligung an internationalem Atomschmugglernetz

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Die südafrikanischen Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen den deutschen Kaufmann Gerhard Wisser erhoben. Wisser soll für das internationale Atomschmugglernetz des pakistanischen Wissenschaftlers Abdul Qadir Khan gearbeitet und am Kap den Bau von Teilen für das inzwischen aufgedeckte Atombombenprogramm Libyens veranlasst haben. Mit ihrer Anklageschrift legen die Fahnder nun neue belastende Hinweise gegen Wisser vor. So fanden die Ermittler bei Durchsuchungen in Südafrika ein Video über Khans Laboratorien in Pakistan, eine Visitenkarte von Khans Chefeinkäufer sowie Dokumente mit Khans Unterschrift. Nachdem Libyen sein Nuklearprogramm im Herbst 2003 aufgedeckt hatte, schickte Wisser laut Anklageschrift zudem eine SMS an einen Geschäftspartner mit dem Inhalt: "Sie haben uns an die Hunde verfüttert." In einer weiteren SMS soll er den Partner mit der Nachricht "Der Vogel muss zerstört werden, Federn und alles andere" aufgefordert haben, Beweise zu vernichten. Wissers deutscher Anwalt gab gegenüber dem SPIEGEL keine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.