Porsche-Chef muss eigenes zweistelliges Millionengehalt trotz neuer Transparenz-Richtlinien nicht offen legen - DER SPIEGEL
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Porsche-Chef muss eigenes zweistelliges Millionengehalt trotz neuer Transparenz-Richtlinien nicht offen legen

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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ärgert sich zwar über den neuen Gesetzentwurf, nach dem Aktiengesellschaften das Gehalt der einzelnen Vorstandsmitglieder offen legen müssen. Aber Wiedeking selbst, dessen Einkommen auf mehr als 15 Millionen Euro pro Jahr geschätzt wird, muss kaum fürchten, dass sein exaktes Gehalt offen gelegt wird. Mit der Veröffentlichung werde "der Sozialismus auf den Vorstandsetagen eingeführt", hatte Wiedeking gewettert. Denn dadurch würden die Unternehmen Vorstandsmitglieder zunehmend gleich bezahlen, um Neid und Missgunst innerhalb des Gremiums zu verhindern. Weil der soeben vorgelegte Entwurf des Transparenzgesetzes von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries vorsieht, dass die Hauptversammlung mit 75 Prozent der Stimmen eine Ausnahme der Veröffentlichungspflicht beschließen kann, bleibt Wiedekings Gehalt wohl geheim. Das haben ihm die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch im Aufsichtsrat zugesagt. Ein anderer Gegner des neuen Gesetzentwurfs muss dagegen die Offenlegung befürchten: DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp, dessen Einkommen auf neun Millionen Euro taxiert wird.