Im Kampf um den RAG-Börsengang drängen Eigner auf Bewertung der Risiken und einen Besserungsschein
Die Verhandlungen über eine Neuordnung der Kohlepolitik in Deutschland gehen weiter. Bei dem geplanten industriellen Ringtausch, der zu einer börsennotierten und von Altlasten befreiten RAG führen könnte, wollen sich die bisherigen Eigentümer des Konzerns, vor allem E.on, RWE und ThyssenKrupp, nun auf eine einheitliche Bewertungsmethode für die Risiken und das Vermögen des Essener Mischkonzerns einigen. Stehen die Schätzungen fest, wollen sie bei dem Deal einen Besserungsschein durchsetzen. Das heißt: Würde die RAG an der Börse deutlich mehr erzielen als den Barwert der Altlasten, wollen sie an dem Mehrerlös beteiligt sein. "Der Deal ist wünschenswert, und er ist machbar. Aber es gibt noch eine Menge zu tun", sagte einer der beteiligten Top-Manager dem SPIEGEL. Auch die Opposition im Bundestag signalisiert grundsätzliche Zustimmung. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass der Deal auch für den Bund fair ist.