Bundesbank verfehlt Personalabbau-Ziel deutlich - DER SPIEGEL
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Bundesbank verfehlt Personalabbau-Ziel deutlich

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ihren geplanten Personalabbau hat die Bundesbank noch lange nicht erreicht. Der Vorstand der ehemaligen Notenbank hatte 2002 beschlossen, die Zahl der Beschäftigten um rund 30 Prozent auf 11.100 Personen zu reduzieren. Einem internen Bericht des Finanzministeriums zufolge wird Bundesbank-Präsident Axel Weber dieses Ziel deutlich verfehlen. Bereits Ende 2004 lag der Überhang bei 325 Stellen und wird bis Ende 2007 auf etwa 1000 Stellen anwachsen. Der Rechnungshof fordert deshalb, dass die Bank "sich stärker bemühen sollte, den Personalbestand zu verringern, und einen besonders strengen Maßstab bei allen von ihr gestaltbaren Einflussgrößen anlegen muss". Bislang weigere sich das Institut, dessen Personalkosten sich auf rund eine Milliarde Euro belaufen, betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Das verzögerte Abspecken des aufgeblähten Apparats, der seine eigentliche Aufgabe - die Geldpolitik - seit der Euro-Einführung verloren hat, belastet den Etat des Finanzministeriums von 2007 an mit jährlich 90 Millionen Euro.