Bayern-Trainer Magath: "Ich bin noch nicht zu hundert Prozent akzeptiert" - DER SPIEGEL
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Bayern-Trainer Magath "Ich bin noch nicht zu hundert Prozent akzeptiert"

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Bayern Münchens Trainer Felix Magath sieht sich fast neun Monate nach Beginn seiner Arbeit beim Deutschen Rekordmeister "noch nicht zu hundert Prozent akzeptiert". Auch nach der Rückkehr an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga und dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League begegne man ihm in München noch mit "Skepsis", sagte der Nachfolger von Ottmar Hitzfeld im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Daher brauche er "wenigstens einen Titel, das ist hier so", meinte Magath. Der frühere Nationalspieler erläutert im SPIEGEL-Gespräch, wie Bayern-Manager Uli Hoeneß ihm über Anpassungsprobleme in München hinweggeholfen habe. Hoeneß habe ihn im persönlichen Gespräch "zu ungeduldig" genannt und auf Fortschritte der Spieler bei der Trainingsarbeit hingewiesen. "So gab er mir die Sicherheit, dass ich auf dem richtigen Weg war. Und gleichzeitig hat er verhindert, dass ich überreagierte." Als Neuling auf dem Münchner Trainerposten müsse er Strömungen und Brandherde in der Mannschaft "jeden Tag neu abchecken", führte Magath aus, "ein grober Fehler kann Sie viel Ansehen bei den Spielern kosten". In der Vorrunde der Bundesliga habe er "aus atmosphärischen Gründen" auf die Nominierung eines defensiven Mittelfeldspielers verzichtet. "Die Mannschaft ist hier so zusammengestellt, dass ich so viele offensive Mittelfeldspieler habe", erklärte der Trainer. "Solch ein Konkurrenzkampf ist für das Zusammenleben schwierig. Und zu viel Missstimmung drückt auf die Leistung." Kritisch äußerte sich der Bayern-Coach über den Münchner Nationalspieler Sebastian Deisler und dessen Anspruch auf eine Führungsrolle im Team: "Er muss erkennen, dass er sich in eine Mannschaft wie die des FC Bayern erst hineinspielen muss. Er hat auch noch zu viele Schnörkel in seinen Aktionen." Deutliche Worte müsse Deisler vertragen können, sagte Magath: "Sonst kommt er nicht weiter. Wenn ich einem Alkoholiker sage: Du, es wäre nicht schlecht, wenn du kein Bier trinkst - dann passiert nicht viel. Ich muss ihm das Bier wegnehmen."