Schiedsrichter-Skandal erreicht Uefa - DER SPIEGEL
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Schiedsrichter-Skandal erreicht Uefa

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Der Skandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer und seine mutmaßlichen kroatischen Wettkumpane könnte nun auch zum Problem für die Europäische Fußball- Union (Uefa) werden. Offenbar sind im Vorfeld von Uefa-Cup-, Champions-Leagueund Länderspielen streng vertrauliche Listen mit den Namen der nominierten Schieds- und Linienrichter, Uefa-Delegierten und Schiedsrichter-Beobachter in die Hände der Berliner Zocker-Connection gelangt. Bei zwei neuen Vernehmungen Hoyzers durch Fahnder der Ermittlungsgruppe "Fußball" schilderte der ehemals Unparteiische detailliert, wie er im Herbst 2004 eine entsprechende Uefa-Liste auf dem Rücksitz eines Firmenwagens des Berliner Café King gesehen habe, das den kroatischen Sportfreunden als Treffpunkt diente. Auf Hoyzers überraschte Frage, wie seine Bekannten etwa eine Woche vor den Spielterminen an die internen Informationen gekommen seien, hätten diese auf gute Quellen verwiesen. In der Uefa- Zentrale in Nyon bei Genf dürfte diese Aussage für erhebliche Unruhe sorgen, denn die Nominierung der Schiedsrichter bei Uefa-Cup-Spielen und Begegnungen der Champions League findet äußerst kurzfristig und in kleinstem Kreis statt. Eine Woche vor Anpfiff kennen normalerweise nur die elf Mitglieder der Schiedsrichterkommission sowie Schiedsrichtermanager Yvan Cornu die Namen der eingesetzten Referees. Die Unparteiischen selbst werden aus Sicherheitsgründen erst 48 Stunden vor Anpfiff über ihren Einsatzort informiert. Dieses strenge Procedere führte die Uefa vor drei Jahren ein - um Korruption zu vermeiden.