Ermittlungen gegen Spieler und Funktionäre des VfL Bochum weiten sich aus
Fußball-Bundesligist VfL Bochum steht vor einer Ausweitung der Ermittlungen der Justiz gegen Spieler und Funktionäre. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft Bochum derzeit wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe gegen neun Personen, darunter den ehemaligen VfL-Manager Klaus Hilpert, Club-Vorstand Ansgar Schwenken, Aufsichtsratschef Werner Altegoer sowie weitere Ex-VfL-Profis und deren Berater. Nach Ansicht der Fahnder sollen Fußballer und Spielervermittler seit 1998 "Sonderzahlungen und Sachzuwendungen", darunter Autos und Möbel, erhalten und diese im Einvernehmen mit der Vereinsführung gegenüber dem Finanzamt "bewusst nicht erklärt haben". Die Zahlungen sollen mittels Scheinrechnungen ausländischer Firmen abgewickelt worden sein. Verdächtig, so Fahnder, seien auch Überweisungen auf ein Konto bei einer Bank in Graz, denen man jetzt nachgehen will. Ein Spieler soll bereits ein Geständnis abgelegt haben. Die anderen Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe. Beim VfL sieht man den Ermittlungen gelassen entgegen. "Die Staatsanwaltschaft muss erst einmal klären, ob die Spieler die Steuern überhaupt hinterzogen haben. Und dann stellt sich immer noch die Frage, ob Verantwortliche des Vereins überhaupt etwas davon gewusst haben können", sagt VfL-Anwalt Günter Bernhörster.