Lambsdorff kritisiert Westerwelle - Größere Rolle für Gerhardt gefordert - DER SPIEGEL
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Lambsdorff kritisiert Westerwelle - Größere Rolle für Gerhardt gefordert

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Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff hat Parteichef Guido Westerwelle scharf kritisiert. Lambsdorff sagte dem SPIEGEL: "Die FDP kommt mit ihren Thesen einfach nicht so rüber, wie es notwendig und im Übrigen auch gerechtfertigt wäre." Dieses Vermittlungsproblem "hat auch mit Personen zu tun, die die Inhalte schließlich in der Öffentlichkeit vertreten müssen", sagte Lambsdorff. "Das war bei uns bislang sehr, sehr stark auf den Parteivorsitzenden konzentriert." Lambsdorff forderte eine größere Rolle für Fraktionschef Wolfgang Gerhardt. Anders als Westerwelle habe Gerhardt dem Versuch, die FDP zur "Spaßpartei" zu machen, immer skeptisch gegenübergestanden. Er müsse daher bei der Außendarstellung der Partei eine größere Rolle spielen. Kritisch äußerte sich Lambsdorff auch über die scheidende FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper. Deren Stärke sei "gewiss nicht die inhaltliche, programmatische Arbeit. Ich glaube, das merkt sie inzwischen selbst. Die Partei weiß das auch." Piepers designierter Nachfolger Dirk Niebel müsse zeigen, "dass er mehr als ein Arbeitsmarktexperte ist", sagte Lambsdorff.